Vorbilder – Kopierst du noch oder lebst du schon?

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Britney Spears kann es sein. Deine Mutter kann es sein. Bei manchen sind es sogar Jesus oder Mohammed. Die Rede ist von Vorbildern. Vorbilder inspirieren, leiten an, machen vor. Doch die Frage, die ich dir heute stellen will, ist: Bist du eine Copycat? Wenn du mich fragst, können Vorbilder nämlich auch gefährlich werden. Immer dann, wenn wir abgucken und nachmachen und uns dadurch die Möglichkeit nehmen, wir selbst zu sein. Mein Standpunkt ist: Lass dich inspirieren, aber bleibe immer du selbst und ahme niemanden nach!

Der Wunsch, jemand anderes zu sein

Als typischer Teenager hatte ich immer viele Poster in meinem Zimmer hängen. Ich wollte sein wie Britney Spears. Oder wie Christina Aguilera. Mein Leben sollte auf Bühnen stattfinden, geprägt von Musik machen, tanzen, berühmt sein. Einziges Problem dabei: Ich kann gar nicht wirklich singen. Eine lange Zeit lang machte mich das wirklich traurig, denn ich wusste, so kann ich niemals sein wie diese Stars. Ich versuchte es mit Tanzen, aber auch das war nichts. So war ich also einen großen Teil meines Teenager-Daseins damit beschäftigt, so zu werden, wie Menschen, die ich anhimmelte. Aber ich fragte mich selten, wer ich denn eigentlich bin.
Ging oder geht es dir genauso? Versuchst du zu sein wie jemand, den du gut findest? Ich glaube, wir Menschen sind darauf gepolt, Dinge zu übernehmen. Wir übernehmen die Werte unserer Eltern. Wir verinnerlichen, was uns die Schule lehrt. Gerade heute, in einer Zeit, die uns 1.000 Möglichkeiten bietet, sind wir verunsichert und suchen nach einer Hilfestellung. Eine Hilfestellung, die uns anzeigt, welche Werte die richtigen sind, welche Ziele erstrebenswert und welche Dinge zu vernachlässigen. Nicht selten orientieren wir uns an Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Für die einen sind es Filmstars, andere suchen ihre Vorbilder in der Religion und dank Instagram sind auch durchtrainierte, sportbegeisterte oder einfach nur magere Durchschnittsmenschen zu Vorbildern für die Massen geworden. „Ich will so sein wie sie!“ Dieser Gedanke wird besonders durch soziale Medien immer wieder in unsere Köpfe gehämmert.

Sei du selbst und niemand sonst!

Die Botschaft, sein zu wollen, sein zu müssen, wie andere, ist gefährlich. Sie verhindert, dass du herausfindest, wer du bist. Welche Werte sind dir wichtig? Was hältst du für richtig oder falsch? Wie oder womit fühlst du dich wohl? Kannst du mir diese Fragen beantworten? Dort, wo wir aufhören, zu reflektieren, und anfangen, blind zu imitieren, verlieren wir uns selbst. Dein Ziel sollte nicht sein, so reich zu werden wie Keira Knightley, so selbstlos wie Mutter Theresa oder so dürr wie dein Lieblings-Instagrammer. Das Ziel für dein Leben sollte sein, zu wissen, wer du bist, was du kannst und was du willst und dadurch dein bestmöglichstes Leben zu leben!
Es ist nicht falsch, sich inspirieren zu lassen. Auch ich lasse mich inspirieren. Momentan inspiriert mich Mounia Berrada-Gouzi zum Beispiel. Ich habe sie auf der Veranstaltung von WeFound.org Anfang Juli in Hamburg sprechen hören und fühlte mich, ohne, dass wir uns kannten, auf Anhieb verstanden. Sie hat mich inspiriert, diesen Blog endlich an den Start zu bringen und mich aktiv für mein bestmögliches Leben einzusetzen. Auch Val Racheeva, die Gründerin von WeFound.org inspiriert mich, denn sie zeigt mir, wie viel Kraft darin steckt, das zu tun, wofür man brennt. Doch würde ich niemals jetzt alles genauso machen, wie diese beiden tollen Ladys es tun. Stattdessen lasse ich mich von ihnen herausfordern, mich zu fragen, was mir wichtig ist und was mein Ziel ist. Genauso lasse ich mich aber auch von vielen anderen Bloggern inspirieren, die über Dinge schreiben, die mich in meinem Leben beschäftigen.
Lass dich gern inspirieren. Aber bitte kopiere nicht, sondern lebe! Finde heraus, was du möchtest und was dir Freude bereitet. Hol dir Anregungen, aber finde deinen eigenen Weg. Du bist wunderbar, so wie du bist! Du brauchst niemanden, der dein Leben schreibt, denn du selbst bist der Autor.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade „Vorbilder – Was wir von anderen lernen können“, veranstaltet von Carla, Autorin des Blogs mach-ich-morgen.com und Yasemin, Urheberin von lebensdurstig.de. Hier findest du die Einladung zur Blogparade von Carla.

Wie stehst du zum Thema Vorbildern? Hast du gute oder schlechte Erfahrungen mit Vorbildern gemacht? Lässt du dich inspirieren? Ich freue mich auf dein Feedback!

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